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Kräuter-Duftsäckchen mit Waldmeister

by karinareichl
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Der Waldmeister ist eine Heilpflanze, die besonders aussieht aber nach gar nichts riecht. Pflückt man sie jedoch und lässt sie ein wenig antrocknen… tja, dann plötzlich entfaltet sich dieses eindeutige Aroma. Alleine das hat mich bei meiner ersten Begegnung mit dem Waldmeister so fasziniert. Ganz ehrlich, bevor ich mich mehr und mehr mit Wildkräutern beschäftigt habe, wusste ich nicht einmal, dass Waldmeister ein Heilkraut ist. Ich kannte den Namen von Wackelpudding oder Kinderbrause. Doch wer das Kraut einmal bewusst wahrgenommen hat, weiß, welch unendliche Möglichkeiten es einem bietet. Und genau jetzt im Mai, ist Waldmeister-Zeit.

Waldmeister –
Das richtige Maß macht´s aus

Wie bereits erwähnt, erst wenn die Pflanze zu trocknen beginnt, entfaltet sich der intensive Geruch. Dafür zuständig ist Cumarin. Diesen Stoff riecht man auch bei getrocknetem Heu. Waldmeister ist eine vielfältige Heilpflanze. Sie kann unter anderem gegen Schlaflosigkeit, Kopfweh und Motten im Kleiderschrank eingesetzt werden, aber das richtige Maß macht es aus. Denn zu viel von dem Geruch kann Kopfschmerzen verursachen. Was ich am eigenen Leib beim Trocknen des Krautes schon selbst gespürt habe 🙂 Damit: weniger ist mehr!

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Waldmeister wird sehr gerne für die klassische Maibowle verwendet. Hier wird ein kleines Bündel des angetrockneten Krautes in Prosecco gehängt (auch hier wieder Achtung wegen der Dosis). Ich aber liebe und schwöre auf ein Duftsäckchen. Dieses liegt dann unter meinem Kopfpolster. Es hilft beim entspannen und einschlafen.

Herstellung eines Kräuterkissens

Ob Kissen oder Säckchen, wie groß es werden soll ist jedem selber überlassen. Ich bevorzuge hier die kleinere Variante, weil ich es ja unter meinen Kopfpolster legen möchte und auch im Kleiderschrank hat diese kleinere Form ideal Platz. Ich habe ja Glück, dass meine Mutter, ihre kleine persönliche Nähwerkstatt öffnet, und mir aus den unterschiedlichsten Stoffen Säckchen vorbereitet. Die muss ich nur mehr verschließen und fertig. Heute befülle ich aber das Duftsäckchen nicht nur mit Waldmeister, sondern auch getrockneten Lavendelblüten, die ebenfalls den Schlaf fördern. Und das Trio komplett machen ein paar Zirbenspäne.

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Zutaten für ein 20 x 10 cm
großes Kräutersäckchen

  • Drei getrocknete Waldmeisterstängel
  • Getrocknete Lavendelblüten (ca. 1/3 des Säckchens voll)
  • Rest mit Zirbenspänen auffüllen

Der frisch gepflückte Waldmeister muss zuerst getrocknet werden (funktioniert auch im Ofen bei ca. 60° für 30-35 min.) und kann dann mit getrockneten Lavendelblüten und Zirbenspänen in das Duftsäckchen gefüllt werden. Sollte dieses einmal nicht mehr so intensiv riechen, einfach das Kräutersäckchen oder das Kräuterkissen drücken, dann entfaltet sich der Geruch von Neuem. Im Grunde hält es sich ca. ein Jahr, bis dann schlussendlich der ganze Duft entflohen ist.

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Und wer noch Waldmeister über hat, für den heißt es: „Pimp up my sugar“

Waldmeister-Zucker

Ca. 80 g Zucker mit 10 kleinen getrockneten Waldmeister-Stängel im Mixer vermischen und fertig.

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Was macht ihr mit Waldmeister? Würde mich sehr interessieren, ob es noch weitere, vielleicht noch unbekannte Möglichkeiten gibt, dieses Heilkraut zu verarbeiten. Freue mich auf viele Ideen.

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8 comments

Erika Katzer 18. Mai 2016 - 4:34

Mein Waldmeister blüht leider schon kann man das für den Duftsack noch benutzen?! Zum Zucker oder Bowle ja nicht da er ja giftig wird!

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karinareichl 18. Mai 2016 - 19:48

Hallo Erika! Ja auch mit Blüten kannst du ihn trocknen und in ein Kräuterkissen stecken:-)

Reply
Ist es wirklich so leicht? 9. Juni 2016 - 8:53

[…] Blog alles verrate. Sei es die Herstellung eines Veilchen–Hydrolats, Löwenzahnhonig oder ein Kräuterkissen mit Waldmeister. Viele waren wie so oft erstaunt und wollten wissen, was man alles an Hilfsmitteln braucht, um […]

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Kornelia 10. Juli 2016 - 9:03

Hallo! Kann ich den Waldmeister im Juli auch ernten um Sirup oder Waldmeister Zucker zu machen?

Reply
karinareichl 10. Juli 2016 - 9:10

Hallo Kornelia!

Jetzt sind leider die Waldmeisterblätter nicht mehr so fein und zart wie im Mai und daher nicht mehr für Sirup oder Zucker geeignet. Die jetzigen Blätter kann man lediglich noch zum Räuchern verwenden.

LG

Karina

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Kornelia 10. Juli 2016 - 11:40

Dankeschön Karina LG Kornelia.

Reply
Echtes Mädesüß – das Mittel gegen Kopfschmerzen - 7. November 2016 - 14:53

[…] weitere Heilkräuter dazu, die ebenfalls eine schmerzlindernde Wirkung bei Kopfschmerzen haben: Den Waldmeister, von dem ich euch bereits erzählt habe, und Baldrian. Waldmeister habe ich im Mai gepflückt und […]

Reply
Hilfe bei Schlafstörungen – Duftkissen für einen ruhigen Schlaf - 12. November 2016 - 9:43

[…] zu genießen ist ein Duftkissen. Eines mit Waldmeister habe ich euch schon in einem meiner letzten Blogartikeln gezeigt. Dieses hier gehört unter das Kopfkissen oder aufs […]

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