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Bauernbrot mit Ringelblumen – Sauerteigbrot selbst gemacht

by karinareichl
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Mein Laster, meine Liebe! Frisches Brot … Dieser Duft bringt meine Synapsen zum hüpfen und sofort stellt sich ein zufriedenes Gefühl ein. Aber, bei mir kommt nur mehr selbst gebackenes Brot auf den Tisch. Der Aufwand ist ein wenig größer aber ich weiß halt genau was drinnen ist. Und ein Bauernbrot mit Ringelblumen habe ich noch bei keinem Bäcker entdeckt 😉

Sauerteigbrot selbst gemacht

Seitdem ich mich mit dem Thema immer mehr auseinandergesetzt habe und kein Fan von Backtriebmittel bin, backe ich mit Sauerteig. Diesen herzustellen benötigt genau drei Tage aber wenn man sich auch nach den drei Tagen weiterhin um ihn kümmert, hat man ein ganzes Leben lang etwas davon. Ja, richtig gehört. Sauerteig kann Jahrzehnte alt werden. Dazu gehört er immer gefüttert. Das heißt: Man gibt ihm Wasser und Mehl, aber der Reihe nach.

Zubereitung Sauerteig

Ein Brot mit Sauerteig gehört zu den fermentierten Lebensmitteln, wie eingelegtes Gemüse oder auch Sauerkraut. Diese sind für unseren Darm durch die Milchsäurebakterien sehr wertvoll. Und genau das passiert bei der Herstellung eines Sauerteigs mit Wasser und Mehl. Nach ein paar Tagen entstehen Milchsäurebakterien, die das Brot gut verdaulich und bekömmlich machen. Wenn ihr selber einen Sauerteig anlegen möchtet, benötigt ihr lediglich Roggenmehl und Wasser. Ideal ist Mehl Typ 1150.

Herstellung Sauerteig

Tag 1: 100 g Roggenmehl (TYP 1150) und 100 g Wasser – verrühren und zudecken, aber nicht luftdicht

Tag 2: 100 g Roggenmehl (TYP 1150) und 100 g Wasser – verrühren und zudecken, aber nicht luftdicht

Tag 3: 100 g Roggenmehl (TYP 1150) und 100 g Wasser – verrühren und zudecken, aber nicht luftdicht

Am vierten Tag könnt ihr backen. Wenn ihr wollt, dass euer Sauerteig längere Zeit überlebt, lasst immer mindestens 50 g des angesetzten Sauerteigs übrig. Ihr könnt diesen einfrieren und einen Tag bevor ihr wieder Brot backt auftauen und mit der Menge an Mehl und Wasser füttern, die ihr für das Brotrezept benötigt.

Ein Beispiel: Ihr habt die 50 g Sauerteig im Tiefkühler, benötigt am nächsten Tag 100 g Sauerteig. Dann füttert ihr ihn mit 50 g Wasser und 50 g Mehl (insgesamt 150 g mit dem schon fertigen Sauerteig), lasst ihn einen Tag stehen. Am nächsten Tag nehmt ihr euch die benötigten 100 g Sauerteig und habt wieder 50 g übrig den ihr bis zum nächsten Mal einfrieren könnt.

Bauernbrot mit Ringelblumen

Die Ringelblume ist eine der bekanntesten Heilpflanzen, die es geschafft hat niemals in Vergessenheit zu geraten. Mehr dazu habe ich euch schon in meinen Beiträgen zur Ringelblumensalbe und der Herstellung von Ringelblumenöl- und tinktur erzählt. Man kann mit der Heilpflanze des Jahres 2009 aber auch wunderbar backen und bei mir kommt sie in das knusprige Bauernbrot.

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Zutaten für ein kleines Bauernbrot

  • 250 g Weizenmehl (Typ 700)
  • 200 g Vollkornroggenmehl
  • 100 g Sauerteig
  • ¼ Würfel frischen Germ
  • 10 g Salz
  • 3 g Kümmel
  • 4 EL Ringelblumenblüten
  • 300 ml Wasser

Vorheizen auf 250 Grad
10 Minuten backen bei 250 Grad
30 – 40 Minuten backen bei 180 Grad

Zuerst das Wasser in eine Rührschüssel geben und erst dann alle anderen Zutaten dazugeben. Auf kleiner Stufe wird die Masse in einer Küchenmaschine für zwei Minuten zu einem Teig verknetet. Wenn ihr keinen maschinellen Helfer habt, dann kommen hier eure Hände zum Einsatz. Danach den Teig in der Rührschüssel für eine halbe Stunde rasten lassen. Nach der kurzen Ruhepause kommt der Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und wird nochmals durchgeknetet. Bei mir kommt er dann zum nochmaligen Rasten für eine Stunde in den Brotbackkorb. Wenn ihr keinen habt, einfach in eine Schüssel geben und zugedeckt an einem warmen Ort nachgehen lassen.

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Den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Nun den Brotlaib auf ein Backblech geben mit Wasser besprühen und mit Sesamsamen und ein paar Ringelblumenblüten – oder was ihr gerne oben haben wollt – bestreuen. Jetzt kommt das Brot bei voller Hitze in den Ofen und damit die Kruste recht knusprig wird, schütte ich auf ein weiteres Blech unterhalb des Brotes kaltes Wasser. Damit dampft es recht schön und das macht es knusprig. Nach ca. 10 Minuten reduziert ihr die Hitze auf 180 Grad und backt das Bauernbrot 30 – 40 Minuten fertig.

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Ich weiß, es ist nun die Kunst das warme Brot nicht gleich aus dem Ofen zu essen. Aber gebt dem Brot ein bisschen Zeit zum auskühlen, dann könnt ihr es nämlich schöner schneiden.

Ihr wollt noch mehr über regionale Kräuter erfahren? Dann klickt euch doch durch die Fräulein Grün Kurse, Vorträge und Specials. Ich würde mich freuen, wenn wir uns persönlich bei einem Kräuterkurs in Salzburg treffen.

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9 comments

Tobi 4. März 2017 - 18:41

Wenn ich das Brot nur einmal testen möchte muss ich nur 100g Mehl und 100g Wasser vermengen und 4 Tage ruhen lassen oder?

Reply
karinareichl 5. März 2017 - 10:01

Hallo Tobi!

Nicht ganz. Auch wenn du das Brot nur einmal testen möchtest, musst du über drei Tage den Sauerteig (jweils 100 g Wasser und 100 g Mehl) ansetzen. Der Sauerteig braucht die Menge und die Zeit um die wertvollen Milchbakterien zu bilden. Also jeden Tag den Teig laut der Angabe im Artikel über drei Tage füttern und am vierten Tag ist er dann fertig und du kannst mit der Zugabe der Zutaten im Rezepten backen.

Reply
Diana 5. März 2017 - 0:02

Sehr schönes Rezept. Vielen Dank dafür. Was ich bei dem Sauerteig ansetzen nur nicht verstehen auch bei anderen Rezepten nicht, was mache ich mit dem restl. Sauerteig? Ich habe beim ersten Ansetzen ja 600gr, brauche aber nur 50gr. Das kann ich doch nicht alles einfrieren, oder?

Reply
karinareichl 5. März 2017 - 10:00

Hallo Diana! Ja es stimmt, du kannst den gesamten Rest einfrieren. Du hast am Anfang so eine große Menge, weil du ja für das Ansetzten des Sauerteiges eine bestimmte Menge an Mehl und Wasser bruachst. Und auch wenn du jetzt nur 50 g Sauerteig benötigst, friere den Rest ein. Mit der Zeit wird er dann eh weniger 😉 Hoffe, konnte dir ein wenig helfen und liebe Grüße,

Karina

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Fräulein Grün fragt ... Allgemeinmedizinerin und TEH-Praktikerin Alexandra Hager - 14. April 2017 - 20:37

[…] Bauernbrot mit Ringelblumen – Sauerteigbrot selbst gemacht […]

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Cecilia 16. August 2017 - 2:42

Sind die Ringelblumen frisch, oder gehen auch getrocknete? und sind sie nur optische Zierde, oder nach was schmeckt das Brot dann?

Reply
karinareichl 17. August 2017 - 12:56

Hallo Cecilia!

Ich habe getrocknete genommen und je nachdem wie viele du rein gibst, finde ich schon, dass der Geschmack sich leicht ändert. Aber da kann man ja ein wenig experimentieren.

lg

Reply
Bettina 17. Januar 2018 - 6:54

Ich würde den Sauerteig nicht einfrieren. Das könnte zu viele Milchsäurebakterien zerstören, dann lässt er sich nicht wiederbeleben. Ich hebe mein Anstellgut in einem Schraubglas im Kühlschrank auf, da ist er wochenlang haltbar. Und wenn ich längere Zeit nicht backe muss ich es nur zwischendurch mal füttern.
Mein Sauerteig ist schon über ein Jahr alt 😉
Interessantes Rezept – werde ich sicher mal ausprobieren – vielleicht mit weniger Germ (die mag ich nicht so)!
Lg

Reply
karinareichl 17. Januar 2018 - 9:46

Hallo liebe Bettina!

Ich habe es auch mal versucht mit dem Kühlschrank aber da ist mir mein erster Sauerteig nach nicht mal zwei Wochen kaputt gegangen. Ich habe meinen nun seit fast zwei Jahren und wenn ich ihn aus dem Tiefkühler gebe, wird er gefüttert und nach einem Tag habe ich wieder einen wunderbaren Sauerteig. Man muss auch sagen, ich brauche nicht so viel Brot, deswegen muss ich ihn so haltbar machen. Aber das Gute beim Backen oder auch bei der Rezeptur vieler anderer Rezepte, jeder hat seine eigene Handhabung 🙂

lg,
Karina

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