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Wild durchs Jahr im Mai – Lindenblätter Sushi

by karinareichl
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Es geht wieder „Wild durchs Jahr“ und ab jetzt erleben wir für die nächsten Monate die Fülle in der Natur in ihrer Reinkultur. Alles erstrahlt in sattem Grün. Blüten und Kräuter soweit das Auge reicht und anders als in einem Monat wie zum Beispiel im Jänner, wo ich euch das Tannensalz gezeigt habe, könnte ich euch jetzt jeden Tag mehrere wilde Rezepte verraten. Ich habe mich aber für das Lindenblätter-Sushi entschieden, weil ich euch zeigen möchte, dass uns auch die Bäume mit ihren Blättern herrliche Lebensmittel schenken.

Birke, Eiche, Ahorn, Hasel … Im Frühling, dann wenn die Blätter noch ganz jung und zart sind, können wir einige in unseren Alltag als Nahrungsmittel integrieren. Bei vielen Blättern ist es aber dann so, je größer sie werden, desto zäher schmecken sie. Nicht so bei der Linde. Dieser Baum schenkt uns weich, zart nussig schmeckende Blätter, die auch in Richtung Sommer noch verspeist werden können. Aber testet am besten selber, wie lange ihr geschmacklich Gefallen an diesen herzförmigen Blättern findet.

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Sommerlinde versus Winterlinde

Das Lindenblatt zu erkennen ist einfach. Die Herzform zeigt uns gleich, was für ein lieblicher Baum die Linde ist. Viele kennen bestimmt den Lindenblütentee bei Erkältungen, aber die Linde ist auch ein großer Seelentröster und hat eine stark beruhigende Wirkung. Mehr dazu in meinem Beitrag zum beruhigenden Oxymel.

Was wenige wissen ist, dass es zwei Arten von Linden gibt. Die Sommerlinde und die Winterlinde. Beide haben dieselbe Wirkung, wenn es um die Gesundheit geht aber kulinarisch gesehen, tendiere ich mehr zur Winterlinde, denn die Blätter sind nicht behaart. Die Blätter der Sommerlinde sind auf beiden Seiten behaart und in den Nervenachsen liegen kleine weiße Haarbüschel. Aber testet ruhig beide Blätter. Vielleicht mögt ihr ja das weiche Gefühl der Sommerlinde am Gaumen.

Lindenblätter als Algenersatz

Natürlich sind die Lindenblätter nicht gleichzusetzen mit den Sushiblättern aus Algen. Aber es ist eine leckere Alternative um nach Lust und Laune, regionale Naturprodukte mit leckeren Köstlichkeiten zu füllen.

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Zutaten Lindenblätter-Sushi

  • handflächengroße Lindenblätter der Winterlinde
  • Bärlauchblatt
  • Sushireis
  • Sojasoße

Wie bereits erwähnt könnt ihr die Blätter ganz nach Lust und Laune befüllen. Ich liebe Lachs und habe auch in meinem Garten noch ein paar Bärlauchblätter, die ich gleich mit dazu wickle. Aber zunächst geht es an den Sushireis. Den benötigt ihr, damit alles schön im Blatt kleben bleibt. Nach Packungsanleitung wird dieser zubereitet und sobald erabgekühlt ist, geht es ans Wickeln.

Dafür lege ich das Lindenblatt mit der Unterseite nach oben und schneide da, wo die zwei Wölbungen die Herzform ergeben einmal gerade durch, damit ist auch der Blattstängel weg und ich habe am oberen Ende eine gerade Blattform. Nun wird auf das ganze Blatt eine ein Zentimeter dicke Schicht Sushireis aufgetragen. Ein bisschen unterhalb der Mitte des Blattes lege ich mein Bärlauchblatt auf den Reis und da drauf drapiere ich in einer Linie den Lachs, wie ihr es auch am Foto seht.

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Nun wird von der spitzen Seite des Blattes aus, alles eingerollt, bis ich oben an der geraden Blattseite angekommen bin. Das ist nun auch die Unterseite des Blatt-Sushis auf der ich dieses liegen lasse. Ihr könnt das fertige Sushi als Ganzes so in die Sojasoße tauchen oder wenn das Blatt recht groß ist auch mittig auseinanderschneiden.

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