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Regenerierende Narbensalbe mit Gundelrebe & Veilchen

by karinareichl
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Gundelrebe oder Gundermann – ein Kraut, dass mich von der ersten Stunde meines Kräuterweges an begleitet. Eine Pflanze, die ihr zuerst entdecken und kennenlernen müsst. Dann werdet ihr sie so schätzen, dass ihr sie nicht mehr missen wollt. Das müsst ihr auch nicht, denn ab der Sekunde an, wo der Schnee schmilzt bis zum Winter, steht sie uns zur Verfügung.

Die Gundelrebe wird seit jeher in der Volksheilkunde sehr geschätzt und vielfältig eingesetzt. In Zeiten, wo auch Menschen im Magen von Würmern befallen waren, hat die Pflanze geholfen diese zu vertreiben. Bereits ein erstes Zeichen, was für eine stark reinigende Wirkung sie hat. Dann haben Büchsenmacher, die viel mit Blei arbeiten mussten, immer frisch davon genascht oder ein paar Tassen Tee getrunken, weil die kleine zierliche Pflanze Giftstoffe ausleiten kann. Der Gundelrebe sagt man nach, dass sie Schad- und Giftstoffe die im Körper sind, gut ausleiten kann wie nach einer Amalganbehandlung beim Zahnarzt. Eine reinigende Frühlingspflanze, die beim Detox nicht fehlen darf. Stoffwechselanregend und entschlackend.

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Noch nicht genug der Kräfte

Auch bei Atemwegserkrankungen, vor allem bei verschleimtem Husten greifen die enthaltenen ätherischen Öle und die Saponine.

Neben der innerlichen Wirkung ist der Lippenblütler für die Haut eine heilende Wohltat. Das verrät schon der Name. „Gund“ bedeutet im Germanischen Eiter. Die Vorstellung an dieses Hautproblem ist jetzt vielleicht nicht so schön, aber es kommt oft vor. Bei kleinen Verletzungen mit Eiter oder wenn die Wunden schlecht heilen kann der hohe Gehalt an Gerbstoffen hier helfen. Die Gundelrebe war immer schon als hautregenerierendes Kraut bekannt. Und das können wir uns wieder zu Nutze machen. Auch wenn es um

  • Verbrennungen
  • Ekzeme oder auch zur
  • Narbenpflege geht.

Entweder als Teekompresse für die erste Hilfe oder als Salbe, die ich heute für euch machen werde. Das Rezept findet ihr weiter unten, den zuerst müsst ihr dieses Heilkraut entdecken und das ist nicht schwer.

Gundelrebe – ein ständiger Begleiter

Ein Blick auf den Boden im Garten, in Wiesen, am Waldesrand, an Hecken… Es gibt sowohl in der Stadt als auch am Land kaum Flecken, wo sie nicht wächst. Ein Bodendecker, wo jetzt im Frühling ihre kleinen blauen Lippenblütler blühen. Sowohl diese aber eben auch die Blätter werden verwendet.

Regenerierende Narbensalbe mit Gundermann und Veilchen

Ihr könnt natürlich diese Salbe ganz ohne Veilchen machen, aber gerade jetzt im Frühling sind die Duft-Veilchen auch in meinem Garten vertreten. Ein paar davon in der Hand und schon steigt euch der verführerisch süß-liebliche Duft der erwachenden Jahreszeit in die Nase. Dazu ist ja das Veilchen ein Schönheitskraut, weil unsere Haut von ihren pflegenden und heilenden Wirkstoffen profitiert. Ob unreine Haut, Verbrennungen oder auch leichte Akne, hier kann sie zum Einsatz kommen und damit ergänzt sie meine Salbe mit der Gundelrebe perfekt. Wenn ihr ein Gesichtswasser mit den Veilchen versuchen wollt, dann lest euch meinen Beitrag zum schnellen „Hydrolat“ durch.

Rezept Narbensalbe mit Gundermann & Veilchen

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Schritt 1

Als erstes müsst ihr einen Ölansatz machen, damit die Inhaltsstoffe der Pflanzen in das Öl übergehen.

Zutaten Ölansatz

  • 200 ml Bio-Olivenöl
  • 2 Handvoll Gundermann
  • 1 Handvoll Veilchen

Füllt ein 250 ml Glas mit den Kräutern voll und gießt dann das Olivenöl dazu. Die Pflanzen sollten ganz vom Öl bedeckt sein, damit sich durch die frischen Pflanzen oben kein Schimmel bilden kann. Dann das Glas verschließen und 2 bis 4 Wochen dunkel ausziehen lassen. Immer wieder schütteln, wenn ihr dran denkt. Nach der Stehzeit abseihen und nun könnt ihr das fertige Öl weiterverarbeiten.

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Zutaten Gundermannsalbe

  • 100 ml fertiges Kräuteröl
  • 8 g Bio-Bienenwachs

In einem Topf wird das Gundelrebe-Veilchenöl langsam erhitzt, dann kommt das Bienenwachs als Konsistenzgeber dazu. Sobald dieses geschmolzen ist, könnt ihr die flüssige Salbe in Salbentiegel abfüllen. Nach wenigen Minuten ist diese fest und fertig zum Einsatz.

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Frühlingszeit ist Detoxzeit

Und weil wir uns gerade im Frühling befinden und viele von uns nach dem Winter gerne einen kleinen stoffwechselanregenden und entgiftenden Schubser geben möchten, gibt es als i-Tüpfelchen noch ein Rezept für ein Detoxsalz.

Wie bereits oben erwähnt hat die Gundelrebe stark reinigende Wirkungen. Weil der Geschmack aber als einziges Kraut sehr intensiv sein kann, kombiniere ich das wilde Kräutersalz mit dem lieblichen Gänseblümchen. Zu ihren unfassbaren Heilwirkungen könnt ihr im Beitrag zur Heilpflanze des Jahres 2017 mehr nachlesen.

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Zutaten reinigendes Frühlingssalz

  • 2 EL Steinsalz
  • 1 EL frisches Gundelrebenkraut
  • 1 -2 EL frische Gänseblümchenköpfchen

In einem Mörser oder einem Küchenmixer werden alle Zutaten kleingemixt. Durch die Feuchtigkeit in den frischen Kräutern wird das Salz auf ein Backpapier aufgestrichen und darf 24 Stunden trocknen. Nach einem Tag, wird das herrlich grüne Frühlingssalz abgefüllt.

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Rezept_Download_Narbensalbe

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2 comments

Eva Magee 11. Mai 2019 - 20:53

Danke, Ihr Beitrag ist sehr bereichernd, beschäftige mich selber mit Kräutern. LG aus dem verschneiten Kitzbühel

Reply
karinareichl 16. Mai 2019 - 8:40

Danke, das freut mich sehr!

lg,

Karina

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