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Der feine Rest aus dem Garten – Kräutersirup selbstgemacht

by karinareichl
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Auch wenn es im Oktober immer noch wilde Kräuter gibt, wie die Brennnessel, Löwenzahn oder auch den Giersch die neu austreiben, der Großteil der Pflanzen verabschiedet sich langsam. Das ist auch in meinem Kräuterbeet so. Das was ich in diesem Jahr für meine eigene Naturapotheke benötige, habe ich bereits getrocknet oder verarbeitet. Einen Teil der Kräuter im Beet lasse ich verblüht auch stehen, weil sie vielen Insekten im Winter ein Zuhause bieten aber einen letzten Teil verarbeite ich noch zu einem Kräutersirup.

Im Grunde könnt ihr in diesen Kräutersirup alle essbaren Blätter und Blüten der Pflanzen verwenden, die nicht giftig sind. Ich mache hier oft die wildesten Mischungen wo auch Würzkräuter wie Rosmarin und Majoran dabei sind oder auch starke Duftkräuter wie Lavendel und Rose. Was ich aber aus meinem Kräuterbeet nicht dazugebe ist der Liebstöckel oder auch Wermut, weil beide einen einfach sehr starken Eigengeschmack haben, der alle anderen überdecken würde.

Kräuter für sommerlichen Sirup

In meinen Kräutersirup schaffen es in diesem Jahr

  • Lavendel
  • Rosen-Malve
  • Beifuß
  • Ringelblume
  • Salbei
  • Majoran
  • Johanniskraut
  • Himbeerblätter

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Ihr seht eine lustige Kräutermischung, die aber tatsächlich schmeckt. Wenn ihr euch wegen der Kombination nicht sicher seid und nicht so experimentierfreudig, dann geht ein wenig nach eurem Bauchgefühl und setzt auch eure Nase ein. Welche Kräuter harmonieren wenn ihr sie euch anseht – hier kommt euer Bauchgefühl zum Einsatz oder welchen Duft mögt ihr besonders – hier wird eure Nase zum Kräuterspezialisten.

Kräutersirup für trübe Wintertage

Ich mache es bei diesem Kräutersirup wie bei meinem Hollersirup. Zuerst lasse ich sie zwei Tage mit einer Bio-Zitrone im Wasserbad ruhen und dann erst kommt beim Aufkochen der Zucker dazu.

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Zutaten Kräutersirup für 1 Liter Sirup (bei mehreren Kräutern einfach die Zutaten aufrechnen)
  • Zwei Handvoll Kräuter aus dem Garten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Kilo Zucker

Zunächst kommen die Kräuter aus dem Garten (ihr könnt diese auch ein wenig zerkleinern) mit der in Scheiben geschnittenen Bio-Zitrone in eine Schüssel. Diese decke ich dann mit einem Tuch ab und lasse alles zwei Tage dunkel und kühl stehen. Mit einem Holzlöffel drücke ich immer wieder alles ins Wasser runter.

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Nach den zwei Tagen wird alles abgeseiht und das Kräuterwasser kommt in einem Topf auf den Herd. Dazu kommt nun der Zucker dazu und alles wird solange erhitzt bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Der heiße Kräutersirup wird nun in saubere und sterile Flaschen abgefüllt.

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Wenn euch der Sirup zu dünnflüssig ist, dann könnt ihr natürlich noch mehr Zucker dazugeben. Ich mag es aber nicht so zähflüssig. Damit lasst euch den letzten Sommergruß schmecken.

 

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