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Gänsefingerkraut – Das altbewährte Krampfkraut

by karinareichl
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Wie praktisch, es wuchert gerade überall und obwohl das Ende der Kräutersaison immer näher rückt habt ihr noch genügend Zeit Gänsefingerkraut zu sammeln. Eindeutig erkennbar durch die silbrig schimmernde Rückseite der Blätter, gehört es in jede Naturapotheke denn es wirkt krampflösend.

Krampfkraut ist auch der Name, den das Gänsefingerkraut bereits in der Volksheilkunde erhalten hat. Und mir hilft es auch genau dann, wenn monatliche Krämpfe auftreten. Mit meiner Tinktur und drei weiteren Kräutern, die ich euch schon in einem Artikel von mir verraten habe, brauche ich keine Tabletten mehr, um Menstruationskrämpfe zu lindern. Wer aber ohne Alkohol arbeiten möchte, der kann noch weitere Anwendungen versuchen. Dazu unten gleich mehr.

Das Frauenkraut vor der Haustüre

Es wächst weit verbreitet direkt vor unserer Haustüre. Eine regionale Heilpflanze die an Wegrändern, Gräben, Bächen oder Teichen zu finden ist. Das Rosengewächs mit der gelben Blüte wirkt krampflösend auf die glatte Muskulatur und bringt neben dieser Fähigkeit noch weitere Heileigenschaften mit wie:

  • zusammenziehend
  • stopfend
  • entzündungshemmend

Einer der Wirkstoffe sind Gerbstoffe, die bis zu 10% enthalten sein können. Deswegen sollte das Kraut auch nur punktuell eingesetzt werden, denn zu viele Gerbstoffe über einen langen Zeitraum verwendet wirken austrocknend und können bei magenempfindlichen Personen zu Problemen oder auch zu Verstopfung führen.

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Verwendung Gänsefingerkraut

Paracelsus gab dieser Heilpflanze den Beinamen Krampfkraut und die beste Wirkung erhalten krampfgeplagte Frauen, wenn dieses bereits ein paar Tage vor Eintreten der Menstruation eingenommen wird. Wie oben bereits erwähnt als Tinktur oder natürlich auch als Tee. Aber was uns die Volksheilkunde zeigt ist, dass das Gänsefingerkraut bereits von den Kelten immer schon in Milch, vor allem aber in Ziegenmilch ausgezogen wurde. Das ist übertragenes Wissen, dass Paracelsus wieder ins Gedächtnis der Menschen gerufen hat und nicht in Vergessenheit geraten sollte. Deswegen möchte ich euch heute das Rezept für eine krampflösende Milch mitgeben.

Kräutermilch mit dem Krampfkraut

Das Kraut ist gut fettlöslich und deswegen empfiehlt sich hier die Verwendung von Kuh- oder Ziegenmilch. Für Veganer empfehle ich den klassischen Tee.

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Zutaten Gänsefingerkrautmilch

  • 1 TL getrocknetes oder 2 TL frisches Kraut
  • ¼ Liter Ziegenmilch
  • Honig

Die Milch zum Kochen bringen und das Kraut dann hinzufügen. Nun alles auf kleinster Flamme ca. 5 bis 7 Minuten köcheln lassen und immer umrühren damit nichts anbrennt. Danach den Topf vom Herd nehmen und zugedeckt auf Trinktemperatur abkühlen lassen.

Diese Kräutermilch ist auch sehr magenverträglich und sollte schluckweise getrunken werden.

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Ein Hoch auf das Bindegewebe

Wir Frauen leiden oft unter schwachem Bindegewebe. Das Gänsefingerkraut ist eine Gerbstoffdroge und wirkt kräftigend auf das Bindegewebe und ist auch bei manchen Hebammen noch in den Rückbildungstees zu finden. Ein Sitzbad kann nach der Geburt sehr gewebestraffend wirken. Das solltet ihr aber mit eurer Hebamme besprechen.

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