Home Naturküche Tomaten-Bärlauch-Pesto

Tomaten-Bärlauch-Pesto

by karinareichl
2 comments

Rezept für Baerlauch Tomaten Pesto

Bärlauch, das grüne Frühlingskraut eignet sich fantastisch, um daraus ein geschmacksintensives Pesto mit Tomaten und Walnüssen zu zaubern. Als Städterin in Salzburg an Bärlauch zu kommen, ist kein Problem. Man riecht ihn schon von Weitem, wenn man an der Salzach, Höhe Josefiau entlangspaziert. Und dann ist es so weit: ein Meer aus grünen Blättern überzieht die Au an beiden Seiten der Salzach. Man kann hier aus dem Vollen schöpfen.

Bärlauch in Salzburg

Wunderwuzzi Bärlauch

Kaut man zwischendurch ein bisschen an einem frischen Blatt, wirkt sich das stärkend auf den gesamten Körper aus. Als Bruder des Knoblauchs, weist der Bärlauch eine Vielzahl an hilfreichen Wirkstoffen auf. Er wirkt verdauungsfördernd, reinigt das Blut und schmeckt dazu einfach auch fantastisch scharf. Er ist eine wahre Vitamin-C-Bombe, stärkt die Abwehrkräfte und hilft so durch die Erkältungszeit.

Jetzt geht es ans Sammeln. Als Hundebesitzerin ein Tipp am Rande: Lieber die Pflanzen abseits des Wegesrandes sammeln. Wie bei jedem Kraut, das man aus der Natur pflückt, sollte man sich sicher sein, dass es sich hier tatsächlich um Bärlauch handelt und nicht um die giftig ähnlich aussehenden Blätter des Maiglöckchens oder der Herbszeitlosen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, bekommt im Frühling wunderbaren Bärlauch auch auf Wochenmärkten.

Bärlauch trifft Eiszeit

Der frische Bärlauch hält sich maximal zwei Tage, meiner wird gleich zu einem würzigen Pesto verarbeitet. Wer sich aber für die nächsten Wochen noch einen sichern möchte, der kann das Blätterbündel in einem verschlossenen Plastikbeutel in den Tiefkühler geben. Eine kleine Aromaeinbuße muss man dabei aber in Kauf nehmen.

Zutaten_Bärlauchpesto

Zutaten (für ca. 1,5 Gläser)

75 g getrocknete Tomaten (ohne Öl)
30 g Walnüsse
75 g Bärlauch
50 g Parmesan
300 ml Olivenöl
Prise Salz und Pfeffer
Schuss Balsamicoessig

Nach dem Pflücken gehört der Bärlauch gründlich gewaschen und gut getrocknet. Am besten werden auch die Stiele entfernt, die sind nämlich ein wenig hart. Dann geht’s ans Hacken der Blätter, kann ruhig grob sein. Damit der Geschmack der Walnüsse gut rauskommt, röste ich diese ohne Fett kurz in der Pfanne an (Natürlich können auch andere Nüsse wie die klassischen Pinienkerne für ein Pesto oder Mandeln verwendet werden.)

Die getrockneten Tomaten sollten idealerweise über Nacht im Olivenöl eingelegt worden sein, das Öl erhält dadurch auch einen, ich würde fast sagen, leicht speckigen Geschmack. Super für das würzige Pesto. Die Tomaten abgießen und das Öl zur weiteren Verarbeitung auffangen. Nun die Bärlauchblätter, Tomaten, Walnüsse und den geriebenen Parmesan mit einem Teil des Olivenöls pürieren. Ich verwende dazu meinen Pürierstab. Abschmecken mit Salz und Pfeffer und anschließend die Masse in sterile Gläser füllen. Mit dem restlichen Öl noch auffüllen, bis das Glas bis oben befüllt ist und verschließen.

 

Bärlauchpesto_Rezept

Ein Tipp: Auf einem frisch getoasteten Schwarzbrot mit Ziegenkäse, schmeckt ein Klecks Pesto fantastisch. Die volle Frühlingskraft in einem Biss 🙂 Wer noch Bärlauch übrig hat, kann daraus noch ganz einfach Bärlauch-Öl herstellen.

Bärlauch-Öl

50 Gramm frischen Bärlauch in Streifen schneiden und in eine Flasche mit einem Liter Olivenöl geben. Nach etwa drei bis vier Wochen ist das gesamte Bärlaucharoma in das Öl übergegangen. Herrlich zum Kochen!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Auch für dich

2 comments

Detox-Smoothie mit Wildkräutern - 19. April 2018 - 10:42

[…] Bärlauch […]

Reply
Die jungen Wilden – Frühlingskräutersalat mit Buchenkeimlingen - 8. April 2019 - 19:09

[…] Bärlauch: Der klassische und bekannte Frühlingsbote, der mit seiner Schärfe und dem Geschmack nach Knoblauch in meinem Salat unbedingt einen Platz findet. Vor allem seine reinigende und blutdrucksenkende Wirkung macht ihn im Frühling so wertvoll. Mehr Infos zum Bärlauch. […]

Reply

Leave a Comment