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SonnenMoor Erlebniswelt – Ein Blick hinter die Kulissen

by karinareichl
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//in werblicher Zusammenarbeit mit SonnenMoor//

Hell, freundlich, einladend. Schon bei den ersten Schritten in die SonnenMoor Erlebniswelt sehe ich, dass hier Natur, Moor und Kräuter mit allen Sinnen erlebt werden kann. Die großen Apothekergläser, die an der Decke beleuchtet hängen. Das viele Holz, das einen durchgehend begleitet. Die Lehmwände, an denen viele Schaukästen hängen. Und das i-Tüpfelchen, die freundlichen Gesichter, die mich am Eingang begrüßen.

Belinda Scheibl führt mich heute durch die neue Moor- und Kräuterwelt, die erst im August 2018 eröffnet hat. Dieses moderne Gebäude wurde extra dafür beim SonnenMoor-Areal in Anthering dazu gebaut. Die Nachfrage, live zu sehen, wie die regional produzierten Moor- und Kräuterprodukte entstehen, wurde immer größer. Und das können Besucher jetzt auf „Sinne“erfüllte Weise, denn bei dieser Erlebnistour steht fühlen, riechen und schmecken an erster Stelle. Und, es gibt keine Geheimnisse, denn durch riesige Fenster kann ein direkter Blick in die Produktion geworfen werden. Dazu aber gleich mehr.

Eine Zeitreise durch 50 Jahre SonnenMoor

Es ist ein mit viel Herzblut geführter Familienbetrieb. Entstanden durch den Naturvisionär Franz Fink, der das Naturheilmittel Moor und die vielen regionalen Heilkräuter Menschen näherbringen wollte. In viel Handarbeit, mit einzigartigen Rezepten schafft das seine Familie immer noch. Viele Besonderheiten der letzten Jahrzehnte zeigen, wie alles angefangen hat und ganz besonders beeindruckend: die vielen hundert Briefe von Menschen, die erzählen, wie Ihnen das Moor und die Kräuter geholfen haben. Aber für mich als Kräuterpraktikerin natürlich auch ein großes Highlight, der Drogenkoffer mit seinen unzähligen Kräutern, der uns den Weg hinab in die Moorwelt begleitet.

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Ein Blick hinter die Kulissen

Hör ich da Vogelgezwitscher? Eindeutig ja. Beim Weg einen Stock hinunter, der auch mit dem Lift genommen werden kann, erwartet einen ein Blick in die Moorlandschaft. Licht und Soundeffekte, weisen den Weg zur Produktionsstätte, wo ich Glück habe. Gerade jetzt wird dort in Handarbeit, das frisch aus Salzburg Leopoldskron gewonnene Moor in einem ersten Schritt zerkleinert. Belinda zeigt mir wie fein, dieses dann noch gemahlen wird und dass hier nichts verschwendet wird. Pflanzen und Fasern, die im Moor zu finden sind, bleiben drinnen. Das Gute der letzten Jahrtausende findet damit direkt den Weg in unseren Körper. Und damit das überhaupt möglich ist, wird immer noch per Hand Moor gestochen. Wie das in den letzten Jahrhunderten ausgesehen hat, sieht man anhand einer Lebensgroßen nachgestellten Szene. Die Hauptakteure sind aktuelle Mitarbeiter von SonnenMoor.

Von der ältesten Moorwurzel, über die Info, welche Schicht beim Ausstechen überhaupt für uns Menschen verwendet wird, bis zum preisgekrönten Film „Mehr Moor Mehr Leben“ – seht euch diesen Kurzfilm an, unfassbar sensationell, was hier Studenten der FH-Salzburg geschaffen haben – erzählt Belinda Erstaunliches bis es dann in Richtung Kräuterwelt geht.

Natur pur bei SonnenMoor

Das Faszinierende liegt in dieser Erlebniswelt im Detail. Die Mauern bestehen aus Lehmputz, was ein besseres Raumklima schafft, die Decken sind mit Loden behangen und sorgen für eine optimale Schalldämpfung. Viele nachhaltige Elemente wie eine Photovoltaikanlage oder Regenwasserzisterne sind im neuen Gebäude integriert aber mein Highlight, das ich gerne auch in meiner Wohnung hätte, ist etwas anderes.

Die Kräuterwelt bei SonnenMoor

Beim Betreten springen einen die bunten und unterschiedlichen Tapeten an. Auf den ersten Blick nur ein stylisches Element? Nein, das sind Tapeten aus Kräutern und Naturmaterialien wie die blaue aus der Kornblume oder sogar ganze Kräutermischungen der einzelnen SonnenMoor-Teerezepturen wurden als Tapete verarbeitet. Diese werden in Tirol gefertigt und wirken sich ebenfalls gut auf das Raumklima aus. Mein Favorit, die Grüne Tapete aus Weidemoos.

Aber dieser Raum hat noch mehr zu bieten. Kräutermischungen, wo man selber hineinfassen darf. Kräuteransätze zum Riechen. Viele Details, was es benötigt, um eine Kräutercreme herzustellen und eine nachgestellte Abfüllproduktion, wo bis 2017 sogar noch alles per Hand gemacht wurde. Dazu wieder der Blick durch große Fenster in die Abfüllstation von SonnenMoor, wo jetzt neu, eine Maschine beim Befüllen hilft, den Deckel setzen aber wieder die Mitarbeiter per Hand darauf.

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Mit allen Sinnen erleben

Und weil neben Fühlen und Riechen auch das Schmecken nicht fehlen darf, geht es zum Abschluss noch in den Lichtspieleraum bei SonnenMoor. Dort darf dann noch das Moorbier, ein paar Moorkekse und natürlich das Trinkmoor verkostet werden. Auch für mich das erste Mal, dass ich Moor innerlich einnehme und was soll ich sagen: ganz anders als erwartet. Es ist absolut geruchsneutral und schmeckt auch so, kein Knirschen zwischen den Zähnen wie ich vermutet hätte, sondern super angenehm zum Einnehmen. Der Beginn einer Freundschaft zwischen mir und dem Trinkmoor.

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Mein letzter Besuch gilt der Krämerei, denn da kann noch durch verschiedene Produkte aus der Kräuter- und Moorwelt geschlendert werden. Was ich mir dort kaufe ist das hauseigene Moorbrot, das gerade frisch geliefert wurde und mit der schwarzen Farbe beeindruckt. Ganz ehrlich, Zuhause verkostet kann ich sagen, ich habe selten so ein saftiges und schmackhaftes Sauerteigbrot gegessen. Das hält sich durch das Moor auch gut fünf Tage.

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Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich beeindruckt bin, wie tief SonnenMoor einen in die Herstellungsstätte blicken lässt und ich in jeder Sekunde das Gefühl spürte, wie viel Leidenschaft und Passion hinter der Idee steckt uns Menschen Moor und Kräuter näher zu bringen. Die Familie Fink verfolgt einen fantastischen Plan den Sie uns spürbar, begreifbar und erlebar machen.

Infos zu den Führungen: Anmeldung unter fuehrungen@sonnenmoor.at
Dauer: ca. 2,5 Stunden, Preis 7,- Euro

Fixe Führungstermine 2019

  • Fr. 15. März, 14:00 Uhr
  • Sa. 6. April, 9:30 Uhr
  • Fr. 17. Mai, 14 Uhr
  • Sa. 15. Juni, 9:30 Uhr
  • Fr. 6. September, 14:00 Uhr
  • Sa. 12. Oktober, 9:30 Uhr
  • Fr. 15. November, 14:00 Uhr
  • Sa. 7. Dezember, 9:30 Uhr

Gruppen ab 15 Personen können sich einen individuellen Termin vereinbaren. Alle Infos auch online bei SonnenMoor.

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