Das Gänseblümchen lässt mich einfach nicht los. Nachdem ich euch ja schon drei Rezepte zur Heilpflanze des Jahres 2017 verraten habe, schweben noch so einige weitere in meinem Kopf herum. Eines davon möchte ich euch gleich verraten, da es wirklich so einfach ist und mit einer Heilpflanze kombiniert wird, die vor unserer Haustüre in großen Mengen wächst: der Spitzwegerich.
Salben & Cremen

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Meine Mama beschreibt einen ziehend drückenden Schmerz, der es ihr unmöglich macht, die Beine übereinander zu lagern. Es sind die Venen, die ihr gerade wieder besonders zu schaffen machen. Auch nach zwei Operationen kommen ihre genetisch bedingten Krampfadern immer wieder. Und seine Mama leiden zu sehen, ist wirklich nicht schön, aber endlich weiß ich, wie ich ihre Plage lindern kann. Nämlich in Form der Rosskastanie.
Calendula officinalis <3 Dass ich ein riesiger Fan der Ringelblume bin, brauche ich wohl niemandem mehr zu erzählen. Diese Heilpflanze wirkt unter anderem entzündungshemmend, antibakteriell, abschwellend und vieles mehr.
Entzündungshemmend, zusammenziehend, voller ätherischer Öle oder zur Stärkung der Nerven. Die Rose kann viel mehr als „nur“ schön aussehen und wunderbar duften. Klar ist sie in ihrer vielfältigen Art eine der beliebtesten Blumen und die Parfum- und Kosmetikindustrie nutzt das Rosenöl auf jegliche Art und Weise. Aber auch in der traditionellen europäischen Heilmedizin weiß man die Wirkstoffe zu nutzen. Bei Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder auch bei kleineren Verletzungen und Insektenstichen kann die Rose heilend wirken. Gerade jetzt im Sommer ein heißer Tipp wenn Mücken zustechen. Einfach die Blütenblätter in der Hand zerreiben und den Saft auf die juckende Stelle geben.
Die Pechsalbe ist die Wunderwaffe der Natur und kann bei großen und kleinen Wunden eingesetzt werden. Ihr wollt eine Pechsalbe selber machen? Aber wie kommt man an das Harz, das so viele heilende Wirkstoffe in sich trägt?
Skeptisch, nein fast schon verzweifelt irren vor wenigen Wochen ein paar TEH-Anwärterinnen durch ein Waldstück in Unken. Die Hände an jedem Nadelbaum, tastend, suchend …
Auf unserem Lehrplan stand die Produktion einer Pechsalbe. Bevor die aber zusammengemischt werden kann, muss das Harz oder Pech, wie es auch genannt wird, erst einmal im Wald gefunden werden. Karin Buchart, eine unserer Ausbilderinnen und vielen vielleicht aus dem Servus Magazin bekannt, hat uns gezeigt, wie das Harz auf Bäumen aussehen kann. Danach ging es los. Mit Messer und Behältnis bewaffnet, hielten wir Ausschau nach Knubbeln, Erhebungen und Wülsten auf Baumrinden. Dann der erste Erfolg. Ich will noch mehr davon finden. Fast fühlt man sich, als sei man auf der Suche nach einem Schatz, nach dem Gold des Waldes.