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Buntes Herbstpulver – Superfood aus der Natur

by karinareichl
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Ich weiß, hier auf dem Blog habe ich eigentlich sehr wenige Rezepte über die Verarbeitungsform von Kräutern oder Naturprodukten in Pulverform geschrieben. Oft wird man auch einfach betriebsblind über die Zeit und viele Dinge sind für mich in der Verarbeitung von Kräutern so selbstverständlich. Daher ist es immer wieder so gut mit euch in Interaktion zu treten, um einfach eure Wissenbedürfnisse zu stillen. Deshalb möchte ich euch heute dieses Rezept mitgeben, weil Pulver eine ideale Form sind, um Kräuter in den Alltag zu integrieren.

Die drei wichtigsten Punkte bei einem Pulver

1.) Das alleroberste Gebot ist, dass die Kräuter, Beeren oder Wurzeln trocken sein müssen. Ist noch zu viel Feuchtigkeit enthalten wird alles beim Mixen eher zu einer Paste als zu einem Pulver.

2.) Investiert in einen kleinen Küchenmixer. Ganz ehrlich, ich mache sehr viel mit meinem Granitmörser, weil ich die manuelle Arbeit mit Naturprodukten liebe aber bei einem feinen Pulver steigt dann auch meine Kraft aus. Ich bin noch der klassische Typ und habe eine mechanische Kaffeemühle meiner Mama aus den 70igern zuhause, in der ich mir jeden Tag meine Bohnen frisch mahle. Und genau mit so einer Mühle mache ich auch meine feinen Pulver. Dafür habe ich mir aber eine neue gegönnt, denn den Kaffeegeschmack der Bohnen brauche ich nicht in einem Kräuterpulver 😊

3.) Wie auch bei jeder Verarbeitung gilt auch hier, wenn ihr wild Sammeln geht, achtet darauf, dass die Pflanze, Beere oder Wurzel nicht giftig ist. Ich weiß, dass ist natürlich vielen von euch klar, aber man kann das nicht oft genug erwähnen.

Und wenn ihr diese Regeln befolgt, dann sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt wie bei meinem heutigen herbstlichen Beerenpulver.

Dreierlei Herbstpulver

Der Herbst bringt uns die volle Ausbeute an regionalem Superfood. Und ich habe mir drei Naturprodukte ausgesucht, die zusammen neben der geschmacklichen Seite auch mit ihrer gesundheitlichen überzeugen.

Hagebutte

Die Hagebutte ist vor dem ersten Frost gesammelt eine richtige Vitamin C-Bombe. Dazu hat sie eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung im Einsatz bei Arthrosepatienten. Und: das Fruchtfleisch der Hagebutte schmeckt einfach gut. Das Tolle beim kleinmixen der Samen der wilden Rose ist, dass die kleinen Härchen, die bei einem Mus sonst entfernt werden müssen, so klein gehäxelt werden, dass diese nicht mehr im Hals kratzen. Wenn ihr aber sonst sehr empfindlich seid, dann entfernt vorher die Kerne.

Weißdorn

Der Weißdorn gilt als die regionale Heilpflanze wenn es um die Kräftigung unseres Herzens geht. Deshalb wurde die Pflanze auch schon sehr stark wissenschaftlich durchleuchtet. Vor allem das Zusammenspiel ihrer Inhaltsstoffe steigert die Durchblutung unseres wichtigsten Organes und die Pumpleistung wird erhöht.

Für das Pulver werden keine Kerne der Weissdornbeere verwendet. Es wird lediglich das getrocknete Fruchtfleisch mit vermahlen.

Wacholderbeeren

Eine sehr heilkräftige Beere, die das einzige regionale Gewürz ist, dass auf einem Nadelgewächs zu finden ist. Schon in der Volksheilkunde hatten die Wacholderbeeren einen sehr großen Stellenwert und den haben sie auch noch heute. Unbedingt auch mal eine Beere frisch genießen. Nach dem ersten Geschmack, der uns sehr an den Gin erinnert, macht sich eine wunderbare Süße breit. Als Gewürz in diesem Pulver regt er die Verdauung an.

Schwangere und Personen die Probleme mit den Nieren haben, sollten aber auf den Wachholder verzichten.

Das Herbstpulver für die Naturküche

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie praktisch es ist, wenn so eine geballte Naturpower in einem Glas zu finden ist. Das Pulver lässt sich wunderbar überall einarbeiten. Mein Tipp, nicht mitkochen sonst verschwinden viele der wirkvollen Inhaltstoffe.

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Zubereitung Herbstpulver

Die Hagebutten, Wacholderbeeren und Weißdorn Früchte ohne Kerne werden wie oben bereits beschrieben getrocknet verwendet. Danach zu gleichen Teilen (beginnt vielleicht mit je 2 EL) in die Kaffee- oder Gewürzmühle geben und ganz klein pulverisieren.

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Am besten halten sich die Wirkstoffe, wenn das Pulver in einem Glas dunkel gelagert wird. Und dann könnt ihr über die Kürbissuppe, einen Rohkostsalat oder jedes weitere Gericht euer selbstgemachtes Naturpulver streuen.

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2 comments

Heike 3. November 2019 - 17:34

Das hört sich sehr schön an. Eine Frage: lasse ich beim Trocknen und Mahlen der Weißdornbeeren die Kerne drin oder entferne ich die vorher?

Reply
karinareichl 8. November 2019 - 8:33

Die Kerne werden nicht mit gemahlen liebe Heike.

Alles Gute,

Karina

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