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Verdutzt, fragend und leicht kopfschüttelnd … Meine 86-jährige Großtante versteht es nicht ganz, warum ich einen Eichelkaffee machen möchte. Ihr kommen dabei die Erinnerungen an die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hoch, wo sie und meine Familie sich anstatt Kaffeebohnen, Eichelfrüchte aufkochten. Ich kann ihren Blick verstehen, denn an diese Zeit zurückzudenken fällt nicht leicht. Warum ich es doch mache, konnte ich ihr gut erklären, denn die Eichel ist eine der ursprünglichsten Lebensmittel, die wir bei uns finden können.



Ist das der Bärlauch oder doch das Maiglöckchen? Sieht so der Spitzwegerich aus oder woran erkenne ich die Schafgarbe? Die klassischen Fragen, die auch ich mir am Beginn beim Sammeln gestellt habe. Für viele Kräuterfreunde ist gerade der Anfang eine Hürde, die auch Gefahren bergen kann. Denn sobald Kräuter für den Eigengebrauch gesammelt werden, muss man sich einfach zu 100 Prozent sicher sein. Kräuterwanderungen sind die beste Möglichkeit viel zu lernen. Eine Frau, die mich in den Anfängen meiner Ausbildung zur TEH-Praktikerin bei vielen Kräuterwanderungen in die Welt der Pflanzenbestimmung eingeführt hat, ist Maria Enzinger aus Saalfelden. Die studierte Biologin verbindet Fachwissen mit Respekt vor der Natur und dem Wissen um die Kraft der Kräuter. Eine Kombination, die mich bei jeder Kräuterwanderung gefesselt hat. Ich habe sie zu „Fräulein Grün fragt …“ gebeten









