Home Naturküche Schwarze Johannisbeere – Gelee aus dem starken Früchtchen

Schwarze Johannisbeere – Gelee aus dem starken Früchtchen

by karinareichl
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Johannisgelee_Titel

Wer schafft es, eine schwarze Ribisel direkt vom Strauch zu naschen, ohne dabei merkwürdig das Gesicht zu verziehen? Für mich jetzt unmöglich! Darum haben die kleinen Früchte bei mir immer nur in Form von Johannisbeersaft gespritzt oder als Ribiselmarmelade für Verzückung gesorgt. Dabei ist die Beere ein absolutes Superfood. Ohne Übertreibung: Die schwarze Ribisel oder auch Johannisbeere genannt, zählt zu den wertvollsten Früchten, die in unserer Gegend wächst! Trotz des puren, sehr herben Geschmacks und Geruchs hat es die schwarze Ribisel samt ihren Blättern bereits in meinen Sommer-Eistee geschafft. Und das aus gutem Grund. Achtung: Jetzt verfalle ich gleich in eine Ribisel-Lobeshymne für das Super-Früchtchen.

Klein aber voller Power

Das wohl wichtigste Argument, das die schwarze Johannisbeere zur Super-Beere macht, ist das in ihr enthaltene Vitamin C. Mit ganzen 170 mg in 100g Beeren ist sie Spitzenreiterin bei den heimischen Pflanzen. Aber damit noch nicht genug. Die dunkle Frucht enthält außerdem:

  • Gerbstoffe
  • Ätherische Öle
  • Flavonoide (sind antioxidativ und haben eine entzündungshemmende Wirkung)
  • Kalzium
  • Eisen
  • Karotin
  • Vitamin B1 und B2

Vielfältiges Einsatzgebiet

Die schwarze Johannisbeere wirkt entzündungshemmend und wassertreibend. Durch ihre zahlreichen Inhaltsstoffe steigert sie die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Erkältungskrankheiten und hilft vor allem als Saft gerade wenn es kälter wird, vorbeugend. (Einfach Augen zu und runter damit). Auch als Saft oder getrocknet hilft die Beere auch bei Entzündungen der Harnwege, bei Rheuma und Gicht. Und sogar bei Verbrennungen hilft die Johannisbeere, indem man sie frisch und zerquetscht auf die Wunde legt.

Sogar die Blätter sind voll mit wertvollen Wirkstoffen. Für eine allgemeine Blutreinigung im Körper nehmt ihr einfach zwei Teelöffel getrocknete Blätter und übergießt diese mit 1/4l kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen und fertig. Empfohlen werden hier drei Tassen täglich, nicht länger als 14 Tage.

Balsamicogelee mit Johannisbeersaft

Weil nun aber der Geschmack der Beere wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist, muss man in der Küche ein bissi damit tüfteln. Mein Vorschlag: Ein Gelee mit Beeren. Die feine Säure des Balsamicos kombiniert mit frischem Johannisbeersaft ist wirklich ein Geschmackserlebnis. Und so geht’s:

Zutaten_Johannisbalsamico Kopie

Zutaten für zwei Marmeladegläser

  • 200 ml       Balsamico
  • 300 ml       Saft der schwarzen Johannisbeere
  • 2                kleine Zweige frischer Thymian
  • 200 g         Gelierzucker, 2:1

Den Johannisbeersaft habe ich durch den Entsafter aus den Beeren meines Gartens gewonnen. Dieses Teil kann ich jedem nur ans Herz legen. Einfach, schnell und effektiv. Habt ihr den Saft gewonnen, ruhig mal ein Stamperl davon trinken – für die Gesundheit 😉 Jetzt wird der Saft kurz mit dem Balsamicoessig aufgekocht. Danach die beiden Thymianzeige und den Gelierzucker hinzufügen und 20 bis 30 Minuten einkochen lassen. Zum Schluss wird die heiße, dicke Flüssigkeit in saubere Gläser gefüllt. Durch das Abkühlen wird die Masse in Gelee verwandelt und schmeckt dank dem Hauch Säure und dem Eigengeschmack der Super-Beere besonders gut zu Käse.

RibiselgeleeJohannisgelee_neu

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2 comments

Der Star der Gemmotherapie – Die Knospen der Schwarzen Johannisbeere - 22. März 2018 - 10:38

[…] die Blätter und Beeren eine unverzichtbare Wirkung auf uns wie ihr in meinem Beitrag über die starken Früchtchen nachlesen […]

Reply
Weihnachtliche Melissen-Schokokugeln mit Rosen-Kokosflocken - 3. Dezember 2019 - 7:27

[…] entstanden. Ohne Rum aber mit Kräutern und meiner selber gemachten schwarzen Johnnisbeermarmelade (Ribisel) aus meinem Garten. Ihr könnt natürlich jede Marmelade verwenden wie auch eine […]

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