Home Nachgefragt Fräulein Grün fragt … Carmen Siegrist-Scherrer von „Ein Schweizer Garten“

Fräulein Grün fragt … Carmen Siegrist-Scherrer von „Ein Schweizer Garten“

by karinareichl
2 comments

Von null auf Garten in zwei Jahren. So beschreibt Carmen Siegrist-Scherrer ihren Garten-Blog „Ein Schweizer Garten“, der zu einem der erfolgreichsten in der Schweiz zählt. Sie hat ihre Leser von Beginn an auf eine abwechslungsreiche Gartenreise mitgenommen und als Garten-Neuling ihren 800m2 großen Garten in ein Paradies verwandelt. Dort sind natürlich auch eine Menge an Kräutern angesiedelt. Grund genug für mich, sie zu „Fräulein Grün fragt …“ einzuladen.

Copyright_Ein_Schweizer_Garten

Deine große Leidenschaft gehört den Pflanzen und deinem Garten. Wie hat sich durch die intensive Beschäftigung mit Pflanzen dein Leben verändert?

Der Garten macht mich eindeutig ausgeglichener, ich liebe es darin zu arbeiten und kann mich vollends entspannen. Nach der Arbeit trinke ich ein verdientes Bier und beobachte wie alles gedeiht und welche Tiere sich bei mir im Garten eingefunden haben.

Nutzt du manche Pflanzen aus deinem Garten auch in der Küche oder für andere Dinge?

Ja, natürlich. Ich schneide fast jeden Samstag einen großen Blumenstrauß für den Tisch und verarbeite Gemüse, Salate und Kräuter beim täglichen Kochen. Obst und Beeren finden meist frisch im Müsli oder Dessert Verwendung. Große Mengen werden eingemacht oder eingefroren.

Welche Kräuter finden sich in deinem Garten und warum?

Ich kann nicht alle aufzählen, das wären zu viele. Ich habe Heil-, Tee- und Gewürzkräuter. Die einen nutze ich täglich, die anderen seltener.

Was würdest du Gartenneubesitzern raten, wie man am besten anfängt?

Schreibt eine Liste mit euren Bedürfnissen und ordnet diese nach Priorität.
Dann einen groben Gartenplan zeichnen, dieser ist hilfreich um sich nicht zu verzetteln. Um sein Ziel zu erreichen muss weder geld- noch kräftemäßig alles im ersten Jahr geschafft werden. Jedes Jahr ein neues Projekt ist sinnvoller und dann bleibt auch genügend Zeit um sich zwischendurch zu erholen und das bereits Geschaffte zu genießen. Vorher-Nachher-Bilder sind immer super, es macht einen stolz auf das was man bereits geschafft hat.

Bitte noch ein schnelles Rezept aus deinem Garten?

Im Sommer habe ich immer pürierten Spitzwegerich aus unserer Wiese im Kühlschrank. Es gibt nichts besseres bei Insektenstichen.

Copyright_Karina_Reichl

Copyright_Karina_Reichl

Man trägt den feuchten Blätterbrei großzügig auf den Stich auf und verspürt sofort eine kühlende Wirkung.
Spitzwegerich nimmt den Schmerz und Juckreiz innerhalb weniger Minuten und verhindert weitgehend eine Schwellung. Nach einiger Zeit die Auflage erneuern. Der Blätterbrei ist ca. 1 Woche im Kühlschrank haltbar, dann mache ich einen neuen.
Wer auf einer Wanderung gestochen wird, zerreibt frische Spitzwegerichblätter so lange zwischen den Händen, bis der Saft austritt, und reibt diesen dann auf die Stichstelle.

Ein Top-Tipp von Carmen, vielen Dank auch für das Interview. Und noch mehr über ihr gutes Händchen und viele Tipps könnt ihr auf ihrem Blog „Ein Schweizer Garten“ finden.

Merken

Merken

Merken

Auch für dich

2 comments

Baumann resi 7. Juni 2018 - 15:36

Bitte könnten Sie mir die Newsletter zusenden?
Vielen Dank!
Einen schönen Tag
Baumann resi

karinareichl 13. Juni 2018 - 17:12

Sehr gerne!

lg,

Karina

Comments are closed.

Der neue Onlinekurs "Die Waldapotheke" ist da!Lerne alles über die Kraft des Waldes in meinem neuen Onlinekurs!